Ochsenthal


Ochsenthal

Ochsenthal, ein Kleinod,  am
Fuße des sagenumwobenen Sodenberges 
 höchster Berg der Vor-Rhön

 

Spaziergänger und Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Die restaurierten Dorfstrassen, die wunderschön erhaltenen und rausgeputzten Häuser, die urigen Dorfbrunnen und die Kirche sind mit Sicherheit einen Besuch wert.

Hier endet die eigentliche Zufahrtstrasse von Morlesau. Ein weiterer asphaltierter Höhenweg führt nach Diebach oder über Untereschenbach auf die
B 27 und nach Hammelburg.

Zum Sodenberg oder nach Weickersgrüben geht es zu Fuß weiter. 

Königlich Bayerischer Wegweiser






Ochsenthal – Weiler

Königliches Amtsgericht Bezirksamt 8.

Aushebebezirk  Hammelburg

Hauptmeldeamt Kissingen.

So steht es auf dem alten Holzschild in Hammelburgs kleinstem Stadtteil.

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O C H S E N T H A L  und seine Geschichte


über das malerische „Dorf der Zwölf“.

Quellenangabe: Buch von P. Dominik Lutz)

Die Überlieferung besagt, dass hier ein Vater

und seine zwölf Söhne eine Heimstatt suchten und fanden.

Jeder der zwölf Söhne lernte ein Handwerk und sorgte so dafür,

dass die Gemeinschaft selbständig und unabhängig blieb.

„Das Dorf der Zwölf“, so heißt Ochsenthal der alten Sage nach.


„OSSENTHAL“ wird 1320 erstmals urkundlich erwähnt. Das reizende Kirchlein
der hl. Ottilia ist um vieles älter. Der massive romanische Turm weist auf eine alte Wehrkirche hin. Neuere Untersuchungen sowie neuentdeckte Fresken verweisen den Bau der kleinen Dorfkirche in die Zeit  v o r   1300.  Ochsenthal besitzt die älteste datierte Glocke des früheren Landkreises Hammelburg. Sie trägt die Inschrift „ . . .ANNO  DM  MCCCCLXXV“ = IM  JAHRE  DES  HERRN  1475. Eine weitere Kostbarkeit ist das Holzbildnis Maria mit Kind, eine frühbarocke Arbeit. Ein besonderes Kleinod der Kirche zu Ochsenthal stellt die älteste im Original erhaltene Orgel dar. Sie wurde im Jahr 2004 restauriert.

Ehe eine Polizei in Ochsenthal zuständig war, wanderte das Amt des Polizeidienstes mit allen Rechten und Pflichten im wöchentlichen Wechsel von Haus zu Haus. Äußeres Zeichen für das Amt war der Dorfspieß, gefertigt im Jahr 1842, Kostenpunkt:

1 Gulden, 35 Kreuzer. Auch dies ist ein Stückchen Alltagsgeschichte von Ochsenthal.

Die Freiherrn von Thüngen, die Universität Würzburg und das Julius Spital teilten sich auch in Ochsenthal die Dorfherrschaft. Wald, Feld und Wein waren die Haupterwerbsquellen der 12 Dorfnachbarn, die sich im Jahr 1890 mit 80 Einwohnern sogar den Bau einer eigenen Dorfschule leisteten.

225 Meter, so hoch liegt der Weiler Ochsenthal auf halber Höhe zwischen Morlesau

an der Fränkischen Saale und dem Sodenberg, dem südlichsten Vulkanausläufer der Rhön. Ochsenthal war eine selbständige Gemeinde. Im Jahr 1968 wurde es nach Morlesau eingemeindet. Bei der großen Gebietsreform anno 1972 wurde aus dem Dorf ein Stadtteil von Hammelburg.

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Ochsenthal
:   heute





      Das  „Dorf der Zwölf“  ist etwas größer geworden.


Es sind neue Häuser dazu gekommen.

Die Bewohner leben auch nicht mehr alle vom „Handwerk“.

Einige betreiben noch etwas Landwirtschaft.

Es gibt eine Pferdepension, ein Damwildgehege, Schafhaltung,

Hobby Imker und Ferienwohnungen.


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Da sich unser Grundstück in Ochsenthal unmittelbar am Fuß des Sodenberges befindet, gaben wir unserem Haus den Namen:

Haus am Sodenberg .

1997 sind wir in unser Haus in Ochsenthal mit  2 Ferienwohnungen  eingezogen.

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Am 1. Januar 1998 übergaben wir den Hotel- und Gaststättenbetrieb in Morlesau

an unseren Sohn Harald.

Von 1995 bis 1999 wurden in Morlesau und Ochsenthal die Kanalisation und die Straßen neu gebaut.

Wir sind froh, dass unsere Dörfer so schön hergerichtet worden sind.  Alles ist sauber und modern.


Das Gebiet rund um den Sodenberg wurde zum Naturschutzgebiet erklärt.